Kochrezepte

Ostblockkaffee

In die konische Kaffeekanne werden 3 Becher Wasser gegossen. Auf das kalte Wasser gibt man 2 Messlöffel naturmilden Kaffee und 4 gestrichene Teelöffel Zucker. Das ganze wird untergerührt und auf die Herdplatte bei höchster Stufe gekocht. Öfter einmal umrühren. Nach ca. 8 Minuten ist der Kaffee fertig, wenn der Satz sich oben in der Kanne leicht am Rand hebt. Nach ein bisschen Übung hört man wenn der Kaffee fertig ist und nimmt ihn von der Platte bevor er sich hebt. Nun wird der Kaffeesatz umgerührt bis er hell cremig erscheint. Der Topf wird von der Herdplatte genommen und ca. 2-3 Minuten stehen gelassen damit der Satz sich setzen kann. Der Kaffee wird schlückchenweise in die einzelnen Becher gegossen damit jeder etwas von dem Schaum bekommt. Der letzte Schluck bleibt in der Tasse, damit man keinen Kaffeesatz in den Mund bekommt. Vorsicht, wenn der Kaffee überkocht gibt es eine große Schweinerei. Der Kaffee ist gut bekömmlich.
 

Türkischer Kaffee, Mokka

Der Mokka benötigt fein gemahlenes Kaffeemehl, so fein wie Backmehl, kann z.B. in türkischen oder griechischen Geschäften gekauft werden. Hier gibt man pro Tasse in die kleine Kanne je eine Mokkatasse Wasser, je einen gehäuften Teelöffel Kaffeemehl und je einen höchstens gestrichen vollen Teelöffel Zucker. Sonst verfährt man wie oben. Beim Eingießen kann man in den Kaffeestrahl noch ein Stück Kardamom hängen, das verfeinert den Geschmack. Der Satz wird von Feinschmeckern mit dem Löffel gegessen. Auch zum Wahrsagen wird er benutzt.
 
 

salata de vinete Auberginensalat

Man nehme für vier Personen vier große, reife Auberginen (auch Eierfrucht genannt) und brate sie ohne Fett oder Wasser in einer alten Pfanne bis die Haut von allen Seiten schwarz verbrannt ist und sie weich sind. Nun entfernt man das Schwarze mit dem Messer. Öfter einmal die Finger in kaltes Wasser tauchen, dann verbrennt man sich nicht so leicht. Die Auberginen werden dann abgespült und auf einen Teller zum Entsaften gelegt. Den bitteren Saft abfließen lassen. Mit einem nicht oxidierenden Küchenbeil und einer Gabel werden die Auberginen dann zu Mus gehackt bzw. zerquetscht und in eine Schale gegeben. Eigentlich nimmt man dafür ein eigens dafür hergestelltes Auberginenmesser aus Hartholz. Das Abschmecken erfolgt mit ca. 100–150 ml Olivenöl, ca. 2 gestrichenen Teelöffeln Salz und einer halben Zitrone. Wer will kann auch eine kleine feingehackte Zwiebel untermengen. Garniert wird das Ganze mit geviertelten Tomaten. Der Brei wird dick auf Krustenbrot oder besser Baguette gestrichen gegessen. Wer möchte kann den Brotaufstrich auch noch mit aufgestreuten gehackten Frühlingszwiebeln verfeinern. Reste nicht im Kühlschrank lagern da der Salat sonst geliert.


 

Altbierbowle
Das Wichtigste hierbei ist ein gutes Altbier, nicht zu herb (sonst hilft hier auch eine ordentliche Portion Zucker) und frische Erdbeeren. Man sollte wenn man das Altbier nicht kennt erst einmal nur eine Flasche kaufen und nicht gleich ein Sixpack.
Die Erdbeeren werden klein geschnitten (Mundgerecht, das Ganze soll ja beim trinken aufgenommen werden) und dann mit Altbier übergossen. Die Menge der Erdbeeren ist Geschmackssache. Die Bowle läßt man dann ca. 2 Stunden ziehen.
Na den zum Wohl!
 

Soleier
Die Eier werden 12 Minuten gekocht und dann mit samt der Schale in die Sole eingelegt. Für die Sole eignet sich z.B. ein großes Gurkenglas. Auf 1 Liter Wasser kommen ca. zwei Esslöffel Salz. Die Eier müssen etwa einen Tag ziehen.
Die Soleier können, natürlich nach dem Schälen, gleich so gegessen werden. Ich empfehle aber die Eier der Länge nach zu halbieren, das Eigelb leicht zu lösen und mit ein paar Tropfen Essig und Öl, sowie Pfeffer und Senf zu würzen.  Das schmeckt übrigens auch mit normalen hartgekochten Eiern, die brauchen dann aber zusätzlich eine Prise Salz. Ich hack mit dem Messer das Ei gleich der Länge nach auf und hebel es dann aus der Schale.

Schmalzbrot
Wer sich die Mühe sparen möchte kauft sich den fertigen Schmalz gleich beim Schlachter. Ansonsten Flomen beim Schlachter kaufen, in einem Topf das Fett langsam auskochen und in ein geeignetes Gefäß geben. Je nach Geschmack können die Grieben (das komische hoffentlich hellgelbe Zeug im Fett) beibehalten oder weg gesiebt werden. Als Verfeinerung können noch braun gebratene gehackte Zwiebeln und Äpfel in das noch heiße Fett gegeben werden. Wenn der Schmalz erkaltet ist wird er aufs Brot gestrichen und leicht gesalzen.